Aus dem aktuellen Rundschreiben von Martin (vom 03.Oktober)  +++ Varroa im Oktober +++ Schwache Völker +++ Letzte Futtergaben +++ Vereinsaktivitäten +++ 

monatsbrief ivwwNormalerweise freuen wir uns über Völker mit großen Brutnestern. Im Oktober allerdings ist das eher ein Anlass zur Sorge. Häufig sind nämlich gerade die Völker noch stark am Brüten die besonders von der Varroamilbe befallen sind. Wenn wir dann nichts unternehmen, vermehren sich die Milben in den großen Brutnestern ungehindert und die Völker brechen im Winter zusammen.
Die herkömmliche Methoden der Anwendung von Ameisensäure mittels Dispenser funktioniert in der Regel im Oktober nur schlecht. Die tägliche Menge von Ameisensäure die verdunstet ist zu gering um eine ausreichende Wirkung zu erzielen. Die Alternative sind die sogenannten MAQS Streifen. In die Gel-Streifen ist Ameisensäure eingearbeitet. Sie werden einfach auf die Oberträger aufgelegt. Bitte legt die Streifen nicht direkt auf die Brut und verwendet sie nicht bei Temperauren über 20 Grad, sonst sind Brutschäden unvermeidlich. Die andere wirksame Methode die in Deutschland jedoch nicht zugelassen ist, wäre das Verdampfen von Oxalsäure. Im Gegensatz zur Träufelbehandlung im Winter wird das Verdampfen von den Bienen auch bei Mehrfachbehandlung sehr gut vertragen und kann durch Anwendung in einer bestimmten zeitlichen Abfolge zu eine drastische Reduzierung der Milben führen, obwohl auch sie nicht in die verdeckelte Brut wirkt.
Auf jedenfall sollten wir bei stark befallen Völkern unsere Eingriffe im Jahr noch einmal rekapitulieren.
Vielleicht fällt einem dann auf, wo man möglicherweise zu spät, zu früh oder versäumt hat einzugreifen.
Lehrreich für das nächste Bienenjahr, das jetzt beginnt. 
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Völker mit nur 2 bis 3 Tausend Bienen werden es schwer haben den Winter zu überstehen. Wenn ihr mehrer dieser Wackelkanidaten habt vereinigt ihr sie besser, indem Ihr sie einfach übereinander setzt. Auch jetzt noch könnt Ihr mit der überzählige Könnigin gegebenfalls eine zu alte Königinn in einem anderen Volk ersetzen. 
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Futtergaben im Oktober gestalten sich manchmal von oben recht schwierig. Einfacher ist es dann zwei Randwaben zu entnehmen und eine Futtertasche einzuhängen oder mehrer Tetrapacks einzustellen. ImkerInnen die ihre Völker in der Nähe von größeren Vorkommen von drüssigem Springkraut haben, werden auch jetzt noch Ihre Flugbienen an den hell bepuderten Rücken erkennen. Sie tragen auch noch Nektar ein und sorgen so ein stückweit für Ihren Wintervorrat. 
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Nächsten Donnestag am 8.10. treffen wir uns wieder wie immer einmal im Monat am Christopherushof um 19.00 Uhr. Wenn ihr Fragen zu euren Bienen habt oder Anregungen, hier ist der richtige Ort dafür. 
Den Donnerstag darauf sind wir wieder ab 17.00 Uhr in der Kleingartenanlage. Kommt ruhig auch da mal vorbei. Einige Kolleginnen und Kollegen sind gerade dabei zu renovieren und den Garten für nächstes Jahr schön zu machen. 
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